Die wahre Geschichte des Reiki
In der Vergangenheit, war es nicht möglich, die wahre Geschichte
über den Menschen Mikao Usui und die Wiederentdeckung von Reiki
zu erfahren, weil durch mündliche Überlieferung vieles verändert
wurde und mit der Zeit ein Mythos um ihn entstanden war.
Bis sich Frank Arjava Petter, ein lange Zeit in Japan lebender
deutscher Reiki-Lehrer, daran machte, nachzuforschen und seine
Recherchen in dem Buch “Das Reiki-Feuer”
zu veröffentlichen. Die neueste Veröffentlichung “Das
Reiki-Kompendium” ist noch detaillierter. Ein unentbehrliches
Buch für jeden, der Reiki anwendet oder sich dafür interessiert!
Mein tiefster Dank gilt Frank Arjava Petter, der weder Zeit
noch Mühe gescheut hat, das Leben des Mikao Usui zu rekonstruieren,
um die Mythen um Reiki endlich aufzulösen. Ich habe mir erlaubt,
an dieser Stelle eine Zusammenfassung der von ihm recherchierten
Daten zu veröffentlichen.
Name: Mikao Usui
Geburtstag: 15. August 1862
Geburtsort: Yago, Südjapan
Todestag: 09. März 1926 |
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Der Begründer des Reiki:
Dr. Mikao Usui |
Reiki wurde von dem Japaner Dr. Mikaomi Usui, der ein Shinto-Buddhist
war, entdeckt und entwickelt. Er kam ursprünglich aus einer wohlhabenden
Familie mit einem größeren Unternehmen, war aber selbst ein erfolgloser
Geschäftsmann. Er war verheiratet und hatte eine Tochter und einen
Sohn.
In jungen Jahren hat er im buddhistischen Tendai-Tempel auf dem
heiligen Berg Kurama nördlich von Kioto Kiko studiert. Kiko ist
die japanische Variante des Qi Gong, einer Reihe von Übungen, die
dazu dienen sollen, durch Meditation, Atemtechniken und langsamen
Bewegungen die Gesundheit zu verbessern. Dabei konzentriert man
sich auf die Entwicklung und Anwendung des Ki, der Lebensenergie,
wozu auch Heilmethoden durch Handauflegen gehören.
Bei der Kiko-Heilmethode wird durch die Kiko-Übungen ein Vorrat
an heilender Energie aufgebaut, die man schließlich zum Heilen nutzt.
Wendet man diese Methode an, ist man am Ende häufig erschöpft, da
Kiko sich auch der persönlichen Energien bedient. Dieser Punkt war
für Dr. Usui wichtig und ging wie eine Saat in seinen Gedanken auf.
Dr. Usui reiste auf der Suche nach Wissen durch ganz Japan, China
und Europa. Er wollte möglichst viele Fächer lernen und studieren,
z. B. Medizin, Psychologie, Religion und spirituelle Entwicklung.
Da er über weitreichende geistige Fähigkeiten verfügte, konnte er
sich einer metaphysischen Gruppe anschließen, die sich Rei Jyutu
Ka nannte und in der er noch mehr über die spirituelle Welt lernte.
Im Jahr 1914 beschloss Dr. Usui, buddhistischer Mönch zu werden.
Er konzentrierte sich auf diese hingebungsvolle Praxis und übte
sich sehr intensiv darin. Schließlich ging er zum Berg Kurama zurück,
wo er als junger Mann studiert hatte. Er beschloss, sich 21 Tage
lang auf den Berg zurückzuziehen. Dort fastete, sang, betete und
meditierte er. Zu seinen Meditationen gehörte es, sich unter einen
kleinen Wasserfall zu stellen, und das Wasser über seinen Kopf laufen
zu lassen. So wird heute auf dem Berg Kurama noch immer meditiert.
Es soll das Scheitel-Chakra reinigen und öffnen.
Als sich seine Tage der Einkehr im März 1922 dem Ende näherten,
drang ein großes und starkes geistiges Licht in seinen Kopf ein,
und so erlebte er Satori, eine erleuchtende Erfahrung. Dieses Licht
war die Reiki-Energie, die in Form einer Einstimmung zu ihm kam.
Als dies geschah, dehnte sich sein Bewusstsein immer weiter aus,
und er wusste, dass eine große Kraft von ihm Besitz ergriffen hatte.
Er wusste auch, dass dies die Kraft war, nach der er sich während
seiner Jahre auf dem Berg Kurama, in denen er die Heilkunst studiert
hatte, gesehnt hatte. Er war nun voller Freude, und er wusste, dass
er jetzt andere heilen konnte, ohne seine eigene Energie dabei zu
verbrauchen.
Dr. Usui praktizierte Reiki zunächst an sich selbst, später
gab er es Mitgliedern seiner Famlie. Weil immer mehr Menschen
um Reiki baten und sein Haus dafür nicht genügend Räume hatte,
ging er 1921 nach Tokio, wo er die „Gesellschaft für das Heilen
durch Usui-Reiki“ ins Leben rief. Dort eröffnete er auch seine
erste Reiki-Klinik, wo er Vorlesungen hielt und Reiki praktizierte.
Als nach dem großen Erdbeben 1923 in Tokio tausende von Menschen
verletzt und krank waren und auch seine Klinik zu klein wurde,
eröffnete er bald (1925) eine neue in Nakano, wohin er auch privat
umsiedelte. Bis zu seinem Tod weihte er ca. 2000 Menschen in Reiki
ein und seine bekanntesten Schüler hielten regelmäßig Seminare
und Übungstreffen in den Reiki-Zentren und -Kliniken ab, die in
vielen Teilen Japans gebaut worden waren.
Kurz nachdem er im Alter von 61 Jahren gestorben war, stellte
die japanische “Usui Shiki Ryoho” ein Denkmal im Saihoji-Tempel
im Bezirk Toyotama von Tokio für ihn auf, damit jeder, der diesen
Ort an seinem Grab aufsucht über das Leben von Mikaomi Usui lesen,
sich darauf einstimmen und dort meditieren kann.
Reiki hat sich in verschiedene Richtungen ausgedehnt, entwickelt
und unterschiedlich den jeweiligen Kulturen angepasst. Sowohl im
Ursprungsland Japan, als auch in allen anderen Ländern der Welt
entstanden unterschiedliche Reiki-Traditionen, die meistens eines
gemeinsam haben: die Absicht der natürlichen Verbesserung von Lebensqualität
und Lebensgefühl, hin zu einem eigenverantwortlichen Leben in Gesundheit,
Glückseligkeit und Weisheit.
Jede/r lehrende Reiki-Meister/in und Reiki-Lehrer/in, der/die
nachweislich in Reiki nach Usui eingeweiht und ausgebildet wurde,
ist befähigt, andere in Usui-Reiki einzuweihen und auszubilden,
gleich aus welcher Richtung Reiki zu ihm/ihr gekommen ist. Wie
gesagt unterscheiden sie sich nur äußerlich in ihrer Form der
Vermittlung, in Seminaren, in der Anwendungspraxis und im Preis.
Die Essenz-Energie von Usui-Reiki ist bei allen nach Usui Eingeweihten
die gleiche.
Da das Wort Reiki auf japanisch lediglich darauf hinweist, dass
es universelle Lebensenergie ist, mit der die Methode wirkt, die
praktiziert wird, gibt es natürlich auch andere Reiki-Formen und
Systeme.
Dr. Usuis berühmtester Schüler war Dr. Chujiro Hayashi,
ein japanischer Marinekapitän, der aktiv die Verbreitung
von Reiki in ganz Japan förderte. Er weihte Frau Hawayo Takata
in Reiki ein, die Usui-Reiki in die westliche Welt brachte. Wäre
sie nicht gewesen, hätte es wahrscheinlich viel länger gedauert,
bis Reiki die Grenzen Japans überschritten hätte. Vielleicht wäre
es auch gar nicht geschehen. Die von ihr verbreitete Geschichte
des Reiki ist zwar fehlerhaft, und sie hat auch das Usui-Reiki
abgewandelt, doch ihr positiver Beitrag zur Verbreitung von Reiki
ist höher zu bewerten als die Probleme, die sie verursachte.
Das Reiki-Usui-System der natürlichen Heilung hat sich so schnell
weltweit verbreitet, weil es durch seine Einfachheit und Freiheit
für Menschen aller Altersklassen, Gesellschaftsschichten, Kulturen
und Glaubensrichtungen erfahrbar und lebbar ist.